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Dobryn:                                                                                           Das   Agrarstädtchen, einst ein vergessenes Dorf

Dobryn ist im Süden von Belarus gelegen, unmittelbar an der Grenze zur Ukraine. Direkt an der sogenannten „Zone", wie das Sperrgebiet von Tschernobyl im amtlichen Sprachgebrauch heißt.In unmittelbarer Nachbarschaft wurden 20 Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und durch Bagger in große Erdgruben verschoben. Andere Dörfer wurden einfach abgebrannt oder verfielen. An der Dorfgrenze teilte man die Gebiete in „verstrahlt" und „nicht verstrahlt" ein. Dobryn war früher - vor der Katastrophe - ein reiches Dorf mit fruchtbarem Boden, einer großen Rinderzucht und einer Fruchtweinfabrik. Wie in vielen ländlichen Gebieten, ist auch Dobryn von der Landflucht betroffen. Um Fachkräfte aus der Agrarwirtschaft in der Region zu halten, wurde ein Programm aufgelegt, dass "Dableibern" günstigen Hauserwerb verspricht. Während in den verbliebenen Orten der Umgebung Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, hat man diese Einrichtungen in Dobryn aufgewertet. Busse bringen die Kinder jetzt nach Dobryn. Dazu hat man den Ort auch sonst noch "verschönt". Asphaltierte Straßen mit Zebrastreifen und mannshohe Zäune aus blau-weißem Profilblech. Viele öffentliche Gebäude erstrahlen in mutigen Farben und rund um die Schule gibt es jetzt Sporteinrichtungen. Die Grenze zur Ukraine wird seit kurzem bewacht und es gibt auch zaghafte Zuwanderung aus dem Nachbarland.

Dorfstraße in Dobrin. Kinder mit ihren Eltern kehren mit den Weihnachtspaketen heim.

Neu asphaltierte Straße mit Zebrastreifen

Der letzte Stern

Neues aus Dobryn

Die ehemalige Sowchose ist seit einiger Zeit zum Agrarstädtchen aufgestiegen. Viel hat sich aber seither nicht geändert. Obwohl es Hilfen beim Häuserbau gibt, hält die Landflucht aus der verstrahlten Zone weiterhin an. Zwar gibt es Zuzug aus der Ukraine, aber die Anzahl der Bewohner nimmt weiterhin ab. Das hat die Schließung weiterer Schulen in den umgebenen Ortschaften zur Folge. Um den Kindern der Nachbargemeinden den Schulunterricht zu sichern werden diese jetzt mit Bussen zur Schule von Dobryn gebracht. Aus eigener Kraft muss die Schule die Erweiterung der Aufgaben meistern. Schüler und Eltern sind gefragt. Dank der Hilfe von Herrn Hamm von Lapdoo Rhein Ruhr konnte der IT-Bereich der Schule erweitert werden. Von der Initiative Tschernobyl-Kinder e.V. kam weitere Hilfe.

Die Lapdoo-Rechner in der Schule

Die Sanierungsarbeiten im Umfeld der Schule werden vorbereitet

 

Schuldirektor Alexander Poznyak vor dem winterlichen Apfelgarten

 

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